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Kino im Kornspeicher

Mittwoch, 13. Februar 2019 - 20:00 Uhr

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Seestück     Website

Wir freuen uns sehr, Volker Koepp mit seinem „Seestück“ als Gast begrüßen zu dürfen. Vor zwei Jahren hat er unser Publikum mit „Landstück“ begeistert. Er nahm uns mit auf eine Reise in die Uckermark, zu alteingesessenen Bauernfamilien, neuen Agrarfabriken, zugezogenen Künstlern und Naturfreunden. Es blieb ein tiefes Nachdenken über Lebensweisen und den Umgang mit unserer Umwelt.
In seinem neuen Film widmet er sich der Ostsee, einem geschundenen Meer, dass nach wie vor eine große Faszination ausübt.
Die Gegenwart ist geprägt von den Hoffnungen und Enttäuschungen nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Immer wieder brechen alte und neue Konflikte auf. Großmanöver der Nato oder des russischen Militärs an den baltischen Küsten schüren alte Ängste. Hinzu kommen massive Umweltprobleme. Wie die Verschmutzung der Ostsee durch Plastikmüll oder Gifte und Nährstoffüberschüsse aus der industriellen Landwirtschaft. Der Rückgang der Fischbestände trifft vor allem die kleinen Familienbetriebe der Fischer, deren traditioneller Arbeitsplatz die Ostsee ist.
Durch Naturschutzräume werden Gaspipelines am Meeresboden verlegt. Offshore-Windanlagen entstehen in großer Zahl, Häfen werden für Großtanker erweitert. Millionen Menschen überqueren die Ostsee auf riesigen Kreuzfahrtschiffen. Die Ostsee ist auch ein Industriegelände.
Vor diesem Hintergrund erzählen die Protagonist_innen im Film von ihrem Leben, ihrer Arbeit, ihren Ängsten und Hoffnungen. Sie entwerfen ein Bild von unserer Gegenwart, in der ökologische Probleme, politische Ost-West-Konflikte und nationale Sichtweisen auf globale Entwicklungen treffen. Und es geht um die Mythen und Geschichten über das Baltische Meer, das seit jeher Maler, Literaten und Philosophen inspiriert hat. Die Gespräche im Film kreisen auch um Caspar David Friedrich, Kopernikus, Rousseau und Immanuel Kant.
Koepp beginnt seine filmische Reise auf der deutschen Insel Usedom und reist weiter über den Greifswalder Bodden und Rügen zur schwedischen Schärenküste bei Simpnäs. Von dort geht es nach Kalinigrad/Königsberg und weiter zum lettischen Strand am Kap Kolka und dem estnischen Fischerdorf Lindii. Dann zurück zu den Fischern vor Usedom, nach Warnemünde und zum polnischen Badeort Swinoujscie/Swinemünde. Von Rügen auf die dänische Insel Bornholm und über Lettland zum russischen Teil der Kurischen Nehrung und wieder zurück nach Greifswald.
Volker Koepp ist am Abend unser Gast und freut sich auf Gespräche mit dem Publikum.

Mittwoch, 20. März 2019 - 20:00 Uhr

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Das Rudolstadt-Festival ist mittlerweile deutschlandweit das bedeutendste Folk-Roots-Weltmusikfestival und zieht auch europaweit Gäste und Musiker an. Viele Bands, die im Kornspeicher gastieren, lernten wir dort kennen. Und viele unserer Stammgäste besuchen regelmäßig das Festival.
Was liegt also näher, diesem auch einmal einen Kinoabend zu widmen und einen schönen Film darüber von Josephine Links zu präsentieren.
Eine endlos weite Ebene, bis zum Horizont nur Schnee und Steine, ein samischer Musiker auf einsamer Wanderung. So beginnt der Film "Wo Worte nicht hinreichen…" An seinem Ende stehen völlig andere Bilder: Die glühende Hitze einer Sommernacht, tausende Arme, die sich im Takt zu Reggae- und HipHop-Sounds bewegen. In den anderthalb Stunden dazwischen: Ein beeindruckendes Panorama an Klängen und Charakteren, Momentaufnahmen eines Festivals, das seit über 25 Jahren von der Vielfalt der Musikstile und Kulturen lebt.
"Wo Worte nicht hinreichen…“ begleitet Musiker, Fans und Veranstalter in persönlichen Geschichten vor und während des Rudolstadt-Festivals. Der Dokumentarfilm kommt dem norwegischen Sami-Musiker Torgeir Vassvik, der polnischen Sängerin Karolina Cicha und dem multinationalen Ensemble Eurasians Unity ganz nahe, wobei Künstler- und Festival-Porträt ineinander fließen. In poetischen Bildern macht der Film die verbindende Kraft der Musik spürbar und schickt die Zuschauer mitten hinein in vier berauschende Sommertage im Juli.
Josephine Links ist am Abend unser Gast und freut sich auf Gespräche mit dem Publikum über den Film, die Musik, das Leben und die Welt.

Für alle Kino im Kornspeicher - Veranstaltungen gilt:
“Eintritt frei. Wie immer freuen wir uns über Spenden.”